Gewaltfrei im Norden

10. September 2010, 04:30:46
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Autor Thema: Ein Hallo und eine Frage zu GFK und virtuelle Medien  (Gelesen 744 mal)
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andromeda
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« am: 13. Februar 2010, 18:35:03 »

Hallo, ich bin neu hier und beschäftige mich auch erst seit sehr kurzer Zeit mit GFK.

Ich versuche GFK ein wenig anzuwenden in Gesprächen im chat. Mir ist bewußt, dass da viele Informationen nicht wie im normalen Gespräch von Angesicht zu Angesicht vorhanden sind, trotzdem denke ich, hilft es in solche Gesprächen mehr auf die Gefühle und Bedürfnisse einzugehen. Jetzt ist es oftmals so, dass wenn ich frage ob er/sie xyz fühlt weil sie dies und das möchte/sich wünscht, als Antwort nur ja oder genau kommt und das Gespräch sit zu ende.


Ich habe GFK noch nicht im persönlichen Gespräch angewendet,  kommt soetwas dort auch vor?
Was kann man da evtl tun?

Gruß, andromeda
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Tilaka
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ups -Giraffen fallen zur Geburt zwei Mtr zu Boden


« Antworten #1 am: 14. Februar 2010, 15:22:26 »

Hi andromeda - willkommen Smiley
 
"Ähnliches" erlebe ich auch - manchmal. Die Gefühle und Bedürfnisse dahinter sind damit ja vlt. auch vorerst geklärt - für diese Person, sodass "Heilung" (alten Schmerzes) beginnen kann. Mir ist gerade die nachfragende Beobachtung wichtig, was empfindest du selbst / passiert bei & inn dir dabei / während dessen? Und was möchtest du selbst dir dort (in diesem Moment) erfüllen? Welches Bedürfnis ist in Not / Mangel? Ist es für dich selbst auch wichtig, dies mit dieser Person zu klären? Gibt es die Chance für dich, eine Bitte für die andere Person zu formulieren?
 
Weiß nicht, ob ich mich für dich verständlich genug ausgedrückt habe? Liest sich vtl. auch gerade wie ein Verhör? Also ich meine, das sind definitiv keine FÜR MICH zu beantwortenden Fragen, sie möchten dich nur ein wenig "in der "Methode" unterstützen - bzw. daran erinnern. Und wenn du dich mit mir hier darüber weiter austauschen möchtest..., magst du mir dann bitte für mein eigenes Verständnis zeigen / wiedergeben, was du von mir gelesen / verstanden hast?
 
Danke dafür schonmal im Voraus...
mit besten Grüßen
Stevie
« Letzte Änderung: 14. Februar 2010, 15:25:15 von Tilaka » Moderator informieren   Gespeichert

"It`s simple but not easy"
andromeda
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« Antworten #2 am: 18. Februar 2010, 12:41:53 »

Hi Tilaka (Stevie),

danke für deine Antwort. Wenn mir eine Situation geschildert wird, frage ich so oder ähnlich: "Wie geht es dir damit/dabei?", "Was empfindest du in der Situation?" .. und frage auch nach den Wünschen, was der- oder diejenige gerne hätte.
Was ich zurzeit tue, ist mit Menschen zu chatten und ihnen, wenn die Situation passt, das Angebot zu machen, ihnen zuzuhören, vllt ein paar Fragen zu stellen und ihnen meine Gedanken dazu zu äußern.  In der GFK bin ich allerdings noch am Anfang, ich habe bis jetzt einen Einführungskurs an einer VHS gemacht, das Buch darüber von Rosenberg und noch ein kleines grünes Buch gelesen.
Für mich ist es wichtig, das Bedürfnis der Person zu finden. Aber das fällt mir oft sehr schwer.  Oftmals geht es um Dinge, die in der Vergangenheit waren.  Ich weiß nicht recht, wie ich das beschreiben soll, aber es kommen Aussagen, die sich sehr starr und absolut anfühlen für mich, dann komme ich nicht weiter und gehe meist auf einen anderen Teilsaspekt des Themas/ des Erlebten ein.
Was das Formulieren einer Bitte angeht, habe ich noch nicht wirklich Fuß gefasst. Wenn ich in einem Gespräch erfahren kann, was gefühlt wird und welche Bedürfnisse scheinbar nicht befriedigt sind bzw. was derjenige sich wünscht, frage ich meist,  ob er/sie  sich vorstellen kann, das so konkret mit Was (dem Gefühl) und Warum (dem unerfüllten Bedürfnis)  zu kommunizieren (verbal, per Brief, o.ä.).  Die Bitte habe ich bis jetzt nicht einbringen können, vllt. auch, weil ich trotz allem das Gefühl habe, dass solch eine Bitte immer nach einer Forderung klingt.

Zitat
Und wenn du dich mit mir hier darüber weiter austauschen möchtest..., magst du mir dann bitte für mein eigenes Verständnis zeigen / wiedergeben, was du von mir gelesen / verstanden hast?

Stevie jetzt bin ich schon so weit mit meiner Antwort und sehe jetzt erst, dass ich diesen Satz beim ersten Mal lesen nicht ganz wahrgenommen habe. Ich bin selbst immer wieder erstaunt, welche positive Kraft und Offenheit in einer Sprache steckt, die einfühlsam (bzw. nach GFK) formuliert ist. Schon dieser Satz so, hat mich sehr gefreut und mir ein warmes Gefühl gegeben weil mein Wunsch nach Verständnis und Aufmerksamkeit erfüllt wurde.
Ich empfinde deine Art der Fragestellung im Moment nicht als Verhör, sondern bin eher dankbar dafür, weil ich das Gefühl habe und/oder  zu dem Schluß kam, du möchtest mir helfen (so verstehe ich das).  Gerne tausche ich mich weiter mit dir darüber aus, Stevie. Ich werde auch mal öfter jetzt hier rein schauen.

besten Gruß

andromeda
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Claudia
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« Antworten #3 am: 18. Februar 2010, 22:31:58 »

Hallo, Stevie,

ich habe gestern schon gesehen, dass Du hier aktiv warst, und ich habe mich superdoll darüber gefreut.

Das Forum hat bei mir im Moment nicht die Aufmerksamkeit, die es verdient. Zum einen bin ich beruflich im Moment stramm dabei, zum anderen laboriere ich mit Konflikten mit Menschen, die mir viel bedeuten, und ich habe für mich noch nicht klar, wie ich mich verhalten möchte oder welche Verhaltensmöglichkeiten ich überhaupt habe. Und in dieser Situation zu sehen, wie liebevoll Du einen/eine Neue(n) begrüßt, war für mich eine Super-Entlastung, ich habe mich unterstützt geffühlt, und es als Wertschätzung Deinerseits für das Forum wahrgenommen. DANKE!


Claudia
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Tilaka
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ups -Giraffen fallen zur Geburt zwei Mtr zu Boden


« Antworten #4 am: 20. Februar 2010, 16:33:05 »

Hallo Andromeda,
besten Dank für dein freundliches und offenes Feedback.  *freu*
 
Lass mich bitte ein paar wenige kleine Nachfragen anbringen, um besser zu verstehen, nachzuvollziehen und einzutauchen, was du dabei erlebst.

Zitat
Für mich ist es wichtig, das Bedürfnis der Person zu finden.

Weil du Verbindung brauchst, um deinem Gesprächspartner(inne)n eine echte Unterstützung (Stepstone=Sprungbrett) anbieten zu können???  

Zitat
Aber das fällt mir oft sehr schwer. Oftmals geht es um Dinge, die in der Vergangenheit waren. Ich weiß nicht recht, wie ich das beschreiben soll, aber es kommen Aussagen, die sich sehr starr und absolut anfühlen für mich, dann komme ich nicht weiter und gehe meist auf einen anderen Teilsaspekt des Themas/ des Erlebten ein.

 
Wenn ich das richtig gelesen habe, fühlst du dich dann ziemlich frustiert, ja geradezu ärgerlich darüber - über diesen Verlauf von Starre? Oder sogar Ohnmacht? Es fehlt dir der Flow - eine fließende Möglichkeit ins Hinein-Fühlen zu kommen?
 
Alle unsere leidvollen Fantasien und Frustrationen kommen aus Vergangenheit und Zukunfts- bzw. illusionierenden Wunschträumen. Wir sind nicht direkt bei uns selbst oder im Selbst verankert - im Hier & Jetzt. Das ist zumindest das, was ich gelernt und verstanden - und bei weitem auch noch nicht abschließend verwirklicht hab. Bitte sieh es als Angebot. --- Weiters  möchte ich dich gern ermutigen, darin - in die Starre hineinzufühlen - und abzuwarten bzw. neugierig- gespannt zu bleiben, was bei und inn' dir selbst geschieht und der andere dir als nächstes und übernächstes Angebot für dein Verständnis schenken mag. --- Was auch immer du nicht verstanden haben magst oder besser gesagt: nicht be-greifen und er-fassen konntest, ist nicht nur keine Schande, sondern mE. auch vollkommen normal. Und im übrigen darfst du - und nat. auch der andere jederzeit STOPP sagen - oder um eine Pause bitten, bspw. zum frische Luft schnappen, neue Inspirationen und Erinnerungen einholen, sich mit dem Ursprungsvertrauen und -wissen wieder zu verbinden, eben die Akkus aufladen oder auch einfach mal um nachzufragen. --- In schwierigen Situationen wissen nur wenige Menschen selbst, was sie fühlen und brauchen. Wie könnten wir annehmen, dass wir es (an ihrer Stelle für sie) wissen würden... Oft bedarf es einfach nur unserer reinen Präsenz und Aufmerksamkeit. Wir brauchen ein DU als Spiegel. Und je reiner der Spiegel desto klarer die Reflexion. Klarheit ist mir sehr wichtig für meine Einfühlung. Und wenn ich merke, dass ich nicht folgen - dh. aktiv Zuhören kann, schaue ich erstmal, was ich selbst gerade brauche...
 
Das Nachfragen und abwarten "dürfen", weil keine Lösung in Sicht ist ... ja - vielleicht beantwortet dies auch schon deine Schwierigkeit (Not) bei der Formulierung einer Bitte???
 
An diesem Punkt möchte ich gern erstmal schauen, was du selbst davon hältst & ob du dazu vlt. etwas sagen möchtest...
 
Auf bald mit besten Wünschen und
LG St.
 
« Letzte Änderung: 21. Februar 2010, 14:55:13 von Tilaka » Moderator informieren   Gespeichert

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Tilaka
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« Antworten #5 am: 20. Februar 2010, 16:55:20 »

Hallo Claudia, lieben Dank
für deine achtsamen & aufmerksamen - warmen Worte; ich bin sehr gerne hier.
 
Was ich tun kann, gebe ich gerne;  allein es kommt sooo vielmehr zurück...
Naja - und was ich nicht kann oder habe, könnte ich nicht mal verkaufen Zwinkernd
 
Mögest du jederzeit deiner Kraft und Ruhe erinnert sein -
zur Meisterung derzeitiger Aufgaben
 
Auf bald mit LG
St.

« Letzte Änderung: 21. Februar 2010, 14:45:53 von Tilaka » Moderator informieren   Gespeichert

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andromeda
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« Antworten #6 am: 21. Februar 2010, 17:01:25 »

Hallo Stevie,

mein Bedürfnis, das Bedürfnis meines Gesprächspartners hinter einer dessen Empfindungen zu erkennen, entspringt, meiner Ansicht nach, meinem Wunsch, für ihn und für mich Klarheit über diesen Zusammenhang zu schaffen und dadurch zum einen, schon allein durch diese Erkenntnis vllt ein wenig geholfen zuhaben und zum anderen, damit u.U. vllt eine Grundlage für weitere Fortschritte/Hilfe "geschaffen" zu haben.

Stevie, wenn solche starren Äußerungen kommen, dann fehlt tatsächlich der flow bzw, es ist als wäre man gerade gegen eine Wand gerannt und der flow wäre gestoppt. In dem Moment fühle ich mich dann schon hilflos und vllt. auch etwas frustriert, weil ich gerne weiter kommen würde mit der Konversation, zum einen für mich, aber auch, weil ich meinem Gesprächspartner weiter helfen möchte.

Meine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und mir selbst Empathie zu geben, fällt mir recht schwer. Da sit es leichter, finde ich auf jemanden empathisch einzugehen, habe ich das gefühl.

Was mir noch passiert ist, dass mein Gesprächspartner aus verschiedenen Gründen keine Bitte an jemanden äußern kann oder will. Weil ihm trotzdem unerfüllte Bedürfnisse das Leben teilweise extrem leidvoll machen, da Glaubenssätze und Überzeugungnen oder einfach Hindernisse sind, die das scheinbar nciht möglich machen.

Ich werde erst einmal hier mit dem schreiben aufhören, weil ich gerade auch einige Digne im Kopf und im Herzen habe, die mich zu sehr ablenken. Ich werde erst einmal schauen, ob ich dem nciht auf den Grund komme,. Bis dahin und vielen Dank Stevie,

Andromeda
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« Antworten #7 am: 04. Mrz 2010, 18:57:26 »

Hallo Andromeda,
ich hatte relativ zeitnah deinen Beitrag bereits gelesen, war unschlüssig - ja und auch unsicher, was dazu zu sagen ist, und möchte dich hier nun nur nochmal kurz wissen lassen:
 
Kein Problem, meld dich wieder, wann immer es deine Zeit und Muße erlauben, und dann schauen wir einfach gemeinsam, wie es weitergehen kann...
 
Beste Wünsche und
LG - St.
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andromeda
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« Antworten #8 am: 07. Mrz 2010, 14:21:47 »

Hi Stevie,

deine Antwort hat mir klar gemacht, dass ich mich etwas unverständlich ausgedrückt habe. Was ich eigentlich meinte, war, dass ich an meiner letzten Antwort nicht weiter schreiben wollte zu dem Zeitpunkt, nicht, dass ich hier im Forum nicht mehr schreiben wolle.  Ich hoffe, ich habe dich dadurch nicht zu unrecht enttäuscht.

Gruß

Andromeda
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« Antworten #9 am: 09. Mrz 2010, 01:43:26 »

Keine Sorge - Andromeda,
damit war ich ganz bei mir und meiner eigenen Irritation.
Wollt da auch nix groß spiegeln oder so.
 
Vorschlagsweise schreib hier einfach, wenn du wieder mehr Zeit dafür und den Kopf frei hast,
und dann gehen wir mit gemeinsamen Kräften und frohen Mutes wieder frisch ans Werk
bzw. schauen, was geht Smiley  
 
Okay?
LG St.
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