Autor Thema: Mein Vater  (Gelesen 6791 mal)

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Offline Giraffenanfängerin

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Mein Vater
« am: 02. Oktober 2010, 11:13:44 »
Hallo an alle,

mein Vater, bereits 70 Jahre alt, benutzt eine  :wolf0: Sprache und ich weiß nicht, wie ich darauf auf  :g1: reagieren soll.
Zum Beispiel, wenn er von Menschen erzählt, erwähnt er sie negativ, sei es was sie tun, was sie gesagt haben. Der Satz beginnt meistens mit: "Das Schwein...." oder auch: "Das Arschloch.." Danach beginnt die Kritik an der Person. Leider spricht er zu 99,9% des Tages so über die Menschen. Selten findet er etwas gutes. Wenn ich z.B. die politische Debatte über Westerwelle erwähne, kommt sofort von ihm und nur: "Der ist schwul".

Es ist für mich sehr schwierig mit ihm ein Gespräch zu führen und oft bin ich wütend und traurig darüber, diesen Vater zu haben. Ich spüre diese "negative Energie" von ihm aus und bin froh, wenn ich wieder bei mir zuhause bin.

Hat jemand einen Rat, wie ich das endlich "auflösen" kann?

Danke.

Giraffenanfängerin

Offline Claudia

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Re: Mein Vater
« Antwort #1 am: 03. Oktober 2010, 12:32:12 »
Hallo, Giraffenanfängerin!

Danke für deinen Beitrag! Ich stehe auch immer wieder vor ähnlichen Problemen, zum Beispiel im Beruf. Wenn Mitarbeiter als träge oder denkfaul tituliert werden, würde ich am liebsten den Raum verlassen, was ich mir aber nicht erlaube. In meinem Jahr 5 mit GfK gelingt es mir immer häufiger, quasi wie ein protokollführer daneben zu sitzen und ggf. empatisch zurückzumelden, was ich gehört habe:
Ist es Ihnen wichtig, dass in der Abteilung effizient gearbeitet wird?

Eigentlich ist das aber erst der zweite Schritt. Der erste Schritt ist für mich, dass ICH wahrnehme, was bei MIR los ist, wenn ich so was höre. Und dann versuche ich mich um MICH zu kümmern.

Vielleicht muss ich in einer vergleichbaren Situation wirklich mal sagen:

Frau ..., ich kann das schwer hören, weil mir Respekt für alle Mitarbeiter wichtig ist. Und Ihre Aussage deckt sich auch nicht mit meinen Erfahrungen. Ich wäre interessiert zu hören, welche Beobachtung Sie zu dieser Einschätzung gebracht hat, damit ich Sie besser verstehen kann.


Manchmal entscheide ich mich, dass es sich lohnt, auf diese Weise nachzuhaken. An anderen Stellen entscheide ich mich nur für Empathie. In Deinem beispiel würde ich vielleicht sagen: Bist du besorgt, dass Westerwelle seinen Job nicht gut macht, weil du nicht einschätzen kannst, wie sich seine Homosexualität auf seine Arbeit auswirkt?


In manchen Konferenzen, in denen ich rumsitze, mache ich mir sowas wie einen Spaß draus (obwohl das Thema an sich alles andere als spaßig ist), herauszufinden, welche Bedürfnisse wohl bei den anderen im Mangel sind. Und dann fällt es mir leichter,  solche Sätze zu ertragen.



Ist diese Antwort irgendwie hilfreich für Dich?


Gruß,


Claudia
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Offline Giraffenanfängerin

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Re: Mein Vater
« Antwort #2 am: 04. Oktober 2010, 08:31:05 »
Liebe Claudia,
Deine Antwort hat mir bedingt geholfen. Berufstechnisch wüsste ich jetzt etwas mehr, bzw. wie ich auf manch eine Situation reagieren könnte. Nach meinen bisherigen Erfahrungen, war ich nur leider oft die "Angriffsfläche". Ich musste mir auch einmal sagen lassen, ich wäre bekloppt.
Aber das nur am Rande.

Zum meinem Vater. Was mache ich, wenn er einen Satz bereits mit: "Das Schwein..." beginnt?
Da hat mir Dein Satz geholfen, was bei mir los ist, wenn ich das höre. Ich spüre sofort bei mir eine innerliche Abneigung gegen ihn, ich möchte nicht, das Menschen als "Schweine" betitelt werden, denn das suggeriert mir, sie sind etwas "minderes"- finde gerade keinen besseren Ausdruck dafür. Ich habe es ihm auch bereits gesagt, aber bisher ist es zu ihm nicht weitergedrungen.
Was könnte ich hier für eine Frage stellen?
Wie könnte ich es auflösen?
Obwohl ich die Hoffnung bereits aufgegeben habe und überlege, wie ich mich selber "schützen" kann und innerlich ruhig und in Harmonie bleibe.

Liebe Grüße
Giraffenanfängerin

Offline matameko

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Re: Mein Vater
« Antwort #3 am: 08. Oktober 2010, 12:54:25 »
Hallo Giraffenanfängerin,

ich habe deinen Beitrag mit großem Interesse gelesen und ich mag Beispiele aus der Praxis.

Es scheint so zu sein, dass du manchmal irritiert und ratlos bist wenn du dich mit deinem Vater unterhältst, weil du gerne eine bessere Verbindung zu ihm haben möchtest und du auch mehr Wertschätzung für andere Menschen brauchst?
Es fällt dir momentan nicht leicht zu hören wie sich dein Vater fühlt und welche seiner Bedürfnisse nicht erfüllt sind wenn er andere Menschen verurteilt?  (Jedes mal wenn ich einen anderen Menschen verurteile ist das ein dragischer Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses von mir.)

>Hat jemand einen Rat, wie ich das endlich "auflösen" kann?
Und du wünschst dir Unterstützung, um durch das was dein Vater sagt besser "hindurchhören" zu können? So, dass du für dich die "Schimpfwortmauer" Stein für Stein auflösen kannst und die schönen Bedürfnisse deines Vaters dahinter zum Vorschein kommen?

Liebe Grüße,

Stefan





Offline Giraffenanfängerin

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Re: Mein Vater
« Antwort #4 am: 09. Oktober 2010, 10:39:54 »
Lieber Stefan,
ich bin oft wütend und auch ratlos, wie ich mit meinen Vater umgehen soll. Ja, die Wertschätzung für andere Menschen fehlt mir. Mir fehlt aber auch, dass er das Gute im anderen Menschen nicht erwähnt, sondern nur (ich übertreibe nicht) das Schlechte erwähnt.
Es fängt beim frühstücken an, geht über das Mittagessen und endet beim Abendessen. Nach mehreren Tagen bin ich völlig ausgelaugt und depremiert. Und wenn ich zuhause bin, wende ich mich etwas "schönem" zu.

Welche Bedürfnisse dahinter liegen, habe ich mich auch schon oft gefragt. Vielleicht ist es Anerkennung? Aber ist das ein Bedürfnis?
Ist es so, wenn ich das Bedürfnis was dahinter liegt, erkenne und es ihm geben kann, er über seine Mitmenschen auch anders spricht?
Ich denke gerade an die  :g1: Ohren....ein gutes Übungsfeld mein  :wolf0: Vater.  ;D ;)

Liebe Grüße
 :g1: anfängerin

Offline Tilaka

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Re: Mein Vater
« Antwort #5 am: 09. Oktober 2010, 14:27:10 »
Hi ihr zwei :)
 
ganz kurz, was mir dazu spontan einfällt.
Ja - Anerkennung ist ein Bedürfnis, genau wie Wertschätzung.
Fatal nur, wenn das mit Schmeicheln und Loben verwechselt wird.
 
Wenn ich andere ärgerlich bis wütend erlebe, so heftig, dass da kein "gutes Wort" mehr irgendwo Platz zwischen uns findet, dann ist Empathie durch aufmerksames Zuhören und Dasein gefragt. Meist funktioniert das gerade deswegen nicht so gut, weil mein eigener Ärger da beim "hören" sooo groß darüber ist, dass ich selbst Empathie brauche, um weiter zuhören oder besser gesagt: genauer hinhören zu können.
 
Eine wertfreie Beobachtung fällt mir besonders schwer, wenn ich bspw. familiär selbst in dem Konflikt verstickt bin. Für den Fall hole ich mir gerne langhalsige Giraffen-Hilfe von aussen...
 
Ein paar sonnige Wochen-end Stunden
LG st.
"It`s simple but not easy"

Offline Giraffenanfängerin

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Re: Mein Vater
« Antwort #6 am: 09. Oktober 2010, 14:39:16 »
Du stickst?   ;D  ;)

Offline Tilaka

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Re: Mein Vater
« Antwort #7 am: 09. Oktober 2010, 14:41:59 »

tja, so isses, da hab ich mich wohl geschickt verst-rrrr-ickt  ::)
"It`s simple but not easy"

Offline matameko

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Re: Mein Vater
« Antwort #8 am: 11. Oktober 2010, 09:47:00 »
Hallo zusammen. Ich hatte ein ein zauberschönes, frisch verliebtes
WE mit meiner Freundin. Das möchte ich gerade noch kurz mit euch feiern
bevor ich mich auf die Antwort konzentriere.

>Vielleicht ist es Anerkennung? Aber ist das ein Bedürfnis?
Ich nehme an, dass es um eine Vielzahl von Bedürfnissen geht, je nachdem
an welche Situation er gerade denkt wenn er spricht.

Und ja, Anerkennung ist für mich ein Bedürfnis.  

>Ist es so, wenn ich das Bedürfnis was dahinter liegt, erkenne und es ihm geben
>kann, er über seine Mitmenschen auch anders spricht?

Meine Hoffnung besteht darin, dass Menschen durch die GFK effektivere/konstruktivere
Strategien entdecken können, um im Bezug auf ihre Bedürfnisse Erleichterung zu erfahren,
als über andere Menschen zu "lästern".

Mir ist gerade noch wichtig zu sagen, dass du nicht für die Bedürfniserfüllung deines
Vaters zuständig/verantwortlich bist. Die Erfüllung seiner Bedürfnisse liegt meiner Meinung
nach in seiner Verantwortung, genau so wie die Erfüllung deiner Bedürfnisse in deiner Verantwortung liegt
und die Erfüllung meiner Bedürfnisse in meiner Verantwortung.

Es gibt eine Geschichte von Marshall Rosenberg, die ich sehr gerne weiter erzähle.
Sie geht etwa so:

Ein Betrunkener Mann taumelt um eine Straßenlaterne und schaut suchend auf den Boden.
Eine Polizistin spricht ihn an und meint: "Was machen sie da?" Er antwortet darauf:
"Ich *hick* suche meinen Schlüssel." Darauf erwiedert die Polizei: "Sie haben hier ihren
Schlüssel verloren?" Der suchende Mann dann: "Nein, den hab ich da drüben verloren.
Aber hier unter der Laterne ist das Licht viel besser!"

Der verlorene Schlüssel steht in der Geschichte für unsere Bedürfnisse, zu denen wir
manchmal den Kontakt verlieren. Wenn ich gedanklich über andere Menschen
"lästere" hilft mir die Geschichte: "Aha, ich schaue gerade da hin wo meine Verurteilungsleuchte
den Spot hinsetzt. Es wäre konstruktiver, dort hin zu schauen, wo meine Bedürfnisse sitzen:
Was brauche ich gerade?"

Wenn ich z.B. innerlich "lästere":

"Diese Lästertanten da vorne im Zug. Können die nicht endlich aufhören
über das Kosmetikstudio zu maulen? Das ständige Gezetere... muss das denn jetzt sein? Die könnten über
die Angestellten doch auch mal was positives sagen!"

dann leuchtet meine Lampe auf das was an den Menschen die ein paar Plätze vor mir sitzen "nicht stimmt"
(oder was an mir "nicht stimmt" weil ich mich darüber ärgere oder was an mir "nicht stimmt" weil ich gerade
nicht in der Lage bin etwas konstruktives zu ihnen zu sagen.)  Mehr bringen würde es mir wenn ich mir z.B.
sage: "Ich habe in den letzten fünf Minuten Erzählungen über mindestens
fünf Situationen gehört, in denen diese Frau negativ urteilend über andere Menschen gesprochen hat.
Ich habe gerade Angst wenn ich die Frau so sprechen höre weil ich mein Bedürfnis nach Wertschätzung im Mangel sehe. Ich möchte diese Details garnicht hören. Ich brauche gerade mehr Intimsphäre (für die
anderen Personen) und auch Ruhe für mich. Ich bitte mich jetzt gut für mich zu sorgen
indem ich in ein anderes Abteil gehe."  

Wir wurden glaube ich so erzogen, dass wir es eher gewohnt sind zu überlegen was "richtig" und was "falsch" ist,
welcher Mensch "gut" und welcher "schlecht" ist, was an einem Menschen "stimmt" oder "nicht stimmt", anstatt zu überlegen, was welcher Mensch gerade fühlt und braucht.
Ich finde, dass es durch unsere Prägung eine große Herausforderung ist, zu hören was Menschen brauchen anstatt sie zu verurteilen.

Nachdem du für dich gesorgt hast kannst du vielleicht deinem Vater darin unterstützen dort hin zu schauen
"wo er seine Schlüssel verloren hat".

Wie fühlst du dich gerade wenn du das liest?

Wenn er Zugang zu seinen Bedürfnissen gefunden hat gehe ich davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit
steigt, dass er konstruktive Wege findet seine Bedürfnisse zu erfüllen.
Und wenn meine Bedürfnisse erfüllt wären, wieso sollte ich dann noch jemand anderen übel nachreden?

Ich würde gerne ein Rollenspiel mit euch spielen. Mein Vorschlag ist,  dass Tilaka und ich (und vielleich noch andere Forumels) deine Rolle übernehmen und du deinen Vater spielst, z.B.:

- (Wir) Guten Morgen Papa.
x (Du/dein Vater) Dieser Idiot da im Bäckerladen. Kann der nicht mal seinen Arsch hochbekommen?
- Bis du gerade verärgert weil du mehr Effizienz beim Einkaufen brauchst?
x Ja genau. Heutzutage sind die alle so faul!
- Das hört sich ziemlich frustrierend an. Möchtest du dass morgens jeder seinen Teil beiträgt damit alle gut in den Tag kommen?
x (Holt tief Luft und der Tonfall wird etwas ruhiger) Ja, das wär fast zu schön um wahr zu sein.  
- Mir ist auch wichtig dass wir heute Morgen etwas konstruktives tun. Wollen wir einen Spaziergang machen?

Das ist jetzt ein Idealbeispiel. In der Realität wird es vermutlich länger dauern. Wenn dein Vater genug Empathie erhalten hat kannst du das vielleicht richtig "spüren". Die "Energie" des Gesprächs verändert sich dann. Die Sprache wird ruhiger.  Vielleicht ist es so dass du drei Sätze lang die Bedürfnisse hören kannst und dann das Gespräch beendest oder gedanklich abschweifst um erst einmal wieder für dich gut zu sorgen.  Das ist dann völlig in Ordnung. Lass uns langsam herantasten.

Also... wollen wir üben? Wir könnten dir dadurch mehrere Alternativen zur Verfügung stellen. Und du suchst dir dann das aus was du am realistischsten und konstruktivsten findest?

- Guten Morgen Papa.

 
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2010, 10:44:26 von matameko »

Offline Gode_RE

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Re:Mein Vater
« Antwort #9 am: 02. April 2011, 23:49:47 »
Wenn ich lese, dass dieser alte Mann so undifferenziert alle Welt beschimpft und beschuldigt, kommt mir spontan der Gedanke, dass es sich um einen Abwehrmechanismus handeln könnte. In diesem Fall eine sog. "Projektion", mit der er eigene Werte, Auffassungen und Verhalten auf andere projeziert. Abwehrmechanismen treten zutage bei Angst (z.B. vor dem nahenden Lebensende) oder um zu vermeiden, dass er sonst in seinen eigenen Keller gehen müsste zu seinen eigenen Selbstbeschuldigungen. In dem Fall wäre es auch noch eine Verschiebung der eigenen Wut auf sich selbst auf andere. Scham und Schuld kämen als weitere Auslösr ebenso in Frage.  Ist nur so eine Idee...

Falls irgendwas davon zutreffend ist, bräuchte der Mann erst mal Empathie dafür, dass ihm keine bessere Bewältigungsstrategie in seinem Leben eingefallen ist, dann natürlich für seine unterdrückten Selbstbeschuldigungen und wahrscheinlich auch für seine Angst. Wenn er dann das Gefühl hat, gesehen/gehört, ernstgenommen und verstanden worden zu sein, kann er vielleicht auch die unerfüllten Bedürfnisse seines Gegenübers nach Differenziertheit, Autonomie und Offenheit sehen, die bei solchem Verhalten schmerzhaft sind.
« Letzte Änderung: 02. April 2011, 23:54:56 von Gode_RE »

Offline Claudia

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Re:Mein Vater
« Antwort #10 am: 03. April 2011, 10:53:31 »
Hei, Gode,


welches Bedürfnis erfüllst Du Dir damit, wenn Du schreibst,
Zitat
kommt mir spontan der Gedanke, dass es sich um einen Abwehrmechanismus handeln könnte. In diesem Fall eine sog. "Projektion", mit der er eigene Werte, Auffassungen und Verhalten auf andere projeziert. Abwehrmechanismen treten zutage bei Angst (z.B. vor dem nahenden Lebensende) oder um zu vermeiden, dass er sonst in seinen eigenen Keller gehen müsste zu seinen eigenen Selbstbeschuldigungen. In dem Fall wäre es auch noch eine Verschiebung der eigenen Wut auf sich selbst auf andere. Scham und Schuld kämen als weitere Auslösr ebenso in Frage.  Ist nur so eine Idee...

Brauchst du Klarheit und Orientierung? Möchtest Du Dich gern mit dem Vater verbinden und würdest dazu gern verstehen, was da geschieht?

Gruß,


Claudia
Unsere neuen oder erneuerten Beziehungen sind durchweg in Augenhöhe

Offline Gode_RE

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Re:Mein Vater
« Antwort #11 am: 05. April 2011, 00:14:34 »
Zitat von: Claudia
welches Bedürfnis erfüllst Du Dir damit, wenn Du schreibst,

??? wieso? Was für´n "Bedürfnis"...? Ich habe geantwortet auf:

Zitat von: Giraffenanfängerin
Hat jemand einen Rat, wie ich das endlich "auflösen" kann?


Zitat von: Claudia
Brauchst du Klarheit und Orientierung? Möchtest Du Dich gern mit dem Vater verbinden und würdest dazu gern verstehen, was da geschieht?

Wieso ich? Ich kenne den Vater von der Threaderöffnerin doch gar nicht nicht. Daher wüsste ich auch nicht, warum ich mich mit ihm "verbinden" sollte. Verwechselst Du mich mit der Threaderöffnerin?

Ne, ich brauche auch nicht Klarheit und Orientierung. Mir geht es gut und ich fühle mich klar und orientiert. Ich möchte auch nicht "verstehen, was da geschieht". Ich habe einen Impuls zum Nachdenken beigesteuert. Auf die Bitte um einen Rat hin. Eigenes Interesse daran habe ich nicht.
« Letzte Änderung: 05. April 2011, 00:22:16 von Gode_RE »