Autor Thema: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?  (Gelesen 42760 mal)

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Offline Tany

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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #45 am: 28. Mai 2015, 20:03:21 »
Die Arbeitssituation steht für das Beispiel schlechthin, wie ich als einzelne  :g1: vorgehen könnte.

Das Beispiel ist momentan nur fiktiv.

Ein konkreter Fall:
Wenn jemand viel  :wolf0: spricht, z. b. sagt: "Es gab schon immer Alpha männchen, das es anderst sein kann stimmt einfach nicht."

Dann fühle ich mich überfordert und hab noch nicht die Routine mich in den anderen einzufühlen bzw. es fühlt sich auch ungut an.

Eine Selbstmitteilung zu machen ohne einzufühlen, eskaliert möglicherweise den Konflikt, wodurch ich noch überforderter wäre danach in  :g1: Haltung zu bleiben. Ist der übergangswolf, hier evtl. angesagt?

Hallo Curious,

ich denke da gerade an einen Ausspruch von M.B. Rosenberg, der sinngemäß lautet:

Zitat
Nimm dir Zeit aus einer Kraft heraus zu handeln, die du bewusst wählst - statt aus einer Kraft, die dir einprogrammiert wurde.

Du könntest in solchen Momenten dazu übergehen, darum zu bitten, die Unterhaltung zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen, da Du die Aussage erst einmal reflektieren möchtest.

Wenn Du Dich in der Lage siehst - und die Bereitschaft vorhanden ist, vereinbart ihr einen Termin.

Befürchtest Du, dass der Wolf jeden Moment ausbrechen könnte  :wolf0: könntest Du auch sagen, dass Du die Unterhaltung jetzt für x Minuten unterbrechen möchtest, da Du Zeit für Dich brauchst, um Dich zu sortieren.

In der Zeit lässt Du Deinen Wolf heulen ^^  - evtl. hast Du auch jemanden, dem Du Dich anvertrauen magst.

Danach hast Du sicher wieder mehr Raum, Dich mit Deinen und seinen Bedürfnissen zu verbinden und aus entsprechender Haltung heraus zu kommunizieren.

Viele Grüße

Tany
« Letzte Änderung: 28. Mai 2015, 20:16:28 von Tany »
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Dschalal ad-Din Rumi

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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #46 am: 29. Mai 2015, 11:43:49 »
Ich bin mir bewusst das es diesen Ratschlag gibt. Er ist hilfreich. Ich bin dennoch überfordert ;)

Was ich mich auch immer Frage ist was die  :g1: nicht ist, welche Fähigkeiten der Wolf hat.

Dazu fand ich eine Kultur die die  :g1: repräsentiert und ihr  :wolf0: Gegenteil.

Die eingeborene Wolfskultur hat keine Empathie. Hilfsbitten gibt es ebenso nicht. Allerdings ist jeder Selbständig, Autonom, Stark. Auch Freudig. Gleichzeitig haben Sie ein Gefühl der Leere, wohl wegen mangelnder Verbindung.

Die  :g1: eingeborenen Kultur ist zwar friedlich. Sie sieht sich jedoch als Schwach an. Als abhängig von anderen und der Umwelt.

Das erhöht meine Vermutung, das ein wirklich gutes Ziel evtl. doch nicht so viel  :g1: wie möglich ist. Sondern eine Fusion der Beiden.

Offline Tany

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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #47 am: 29. Mai 2015, 18:31:26 »

Die eingeborene Wolfskultur hat keine Empathie. Hilfsbitten gibt es ebenso nicht. Allerdings ist jeder Selbständig, Autonom, Stark. Auch Freudig. Gleichzeitig haben Sie ein Gefühl der Leere, wohl wegen mangelnder Verbindung.

Die  :g1: eingeborenen Kultur ist zwar friedlich. Sie sieht sich jedoch als Schwach an. Als abhängig von anderen und der Umwelt.

Das erhöht meine Vermutung, das ein wirklich gutes Ziel evtl. doch nicht so viel  :g1: wie möglich ist. Sondern eine Fusion der Beiden.

Hallo Curious,

mir ist noch nicht klar, was genau Du meinst, wenn Du von 'Kulturen' sprichst.

Magst Du das konkretisieren?

Ich spreche für mich - von mir: Ich bin in der Lage, meine Bedürfnisse zu befriedigen - und mich kraftvoll und autonom zu erleben - ohne den Wolf heulen zu lassen.

Gleichzeitig ist es so, dass der Empfänger eine Botschaft auch dann als gewaltvoll erleben kann. Das habe ich selbst schon mehrfach erlebt.

Wobei - es gibt ja keine Wölfe - es gibt lediglich Giraffen mit Sprachstörungen ^^

Wer einen Wolf hört, bei dem sind die Giraffenohren nicht empfangsbereit.
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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #48 am: 30. Mai 2015, 14:59:55 »

Hallo Curious,

mir ist noch nicht klar, was genau Du meinst, wenn Du von 'Kulturen' sprichst.

Magst Du das konkretisieren?


Die Semai (Malaysia) =  :g1: irgendwo irgendwan von Rosenberg referenziert
The Huaorani, Waorani or Waodani, also known as the Wao(Amazonas) = bekamen den Ruf als gewalttätigst überhaupt. Sehr hohe Mordrate. In einer Studie (gibt Deutsche Doku) wurden sie gezeigt.

https://www.youtube.com/watch?v=O4tUVqsjQ2I

Was ich an diesem Beitrage feiere, außer das in 9 std. viel Information drin ist, ist eine Situation gegen Ende.

Einer meint zu Frau (früher) Hosen tragen soll man als Frau nicht. Sie sagte "Go to hell". Das sehe ich als schönen und wichtigen Zwischenschritt zu dem 4 Schritte Programm

Offline Tany

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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #49 am: 30. Mai 2015, 15:36:54 »

Hallo Curious,

mir ist noch nicht klar, was genau Du meinst, wenn Du von 'Kulturen' sprichst.

Magst Du das konkretisieren?


Die Semai (Malaysia) =  :g1: irgendwo irgendwan von Rosenberg referenziert
The Huaorani, Waorani or Waodani, also known as the Wao(Amazonas) = bekamen den Ruf als gewalttätigst überhaupt. Sehr hohe Mordrate. In einer Studie (gibt Deutsche Doku) wurden sie gezeigt.

https://www.youtube.com/watch?v=O4tUVqsjQ2I

Was ich an diesem Beitrage feiere, außer das in 9 std. viel Information drin ist, ist eine Situation gegen Ende.

Einer meint zu Frau (früher) Hosen tragen soll man als Frau nicht. Sie sagte "Go to hell". Das sehe ich als schönen und wichtigen Zwischenschritt zu dem 4 Schritte Programm

 
Was ziehst Du für Dich aus den Informationen des Beitrags - erkennst Du Parallelen zu Deinem alltäglichen (Er)Leben?

Was ist die Essenz die Du daraus ziehst?

Siehst Du es so, dass dass ein Mensch, mit der inneren Haltung einer :g1: per se kein selbstbestimmtes, glückliches Leben führt?

Wohingegen der :wolf0: per se autonom und kraftvoll handelt - dafür, aufgrund mangelnder Verbindung, eine innere Leere verspürt.



Deine Kernaussage ist demnach, dass nur eine Mensch, mit einer Mischung aus beiden Anteilen, ein Leben führen kann, in dem er Autonomie, Frieden und Lebensfreude erlebt?
« Letzte Änderung: 30. Mai 2015, 16:01:24 von Tany »
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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #50 am: 30. Mai 2015, 15:51:15 »
Der Mensch ist ein vielschichtiges Individuum.

Es gibt weder die  :g1: - noch den  :wolf0:


Es gibt Menschen - und Menschen unterscheiden sich (u.a.) hinsichtlich ihrer Fähigkeiten, Fertigkeiten - hinsichtlich ihres Selbstbewusstseins, ihres Selbstwertgefühls, ihres Selbstvertrauens - ihrer Selbstsicherheit.

Darüber hinaus haben sie unterschiedliche Präferenzen.
 
All das spiegelt sich auf unterschiedliche Art und Weise in der Denke und dem Handeln eines Menschen wider.
« Letzte Änderung: 30. Mai 2015, 16:05:05 von Tany »
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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #51 am: 30. Mai 2015, 18:35:18 »

1. Siehst Du es so, dass dass ein Mensch, mit der inneren Haltung einer :g1: per se kein selbstbestimmtes, glückliches Leben führt?

2. Wohingegen der :wolf0: per se autonom und kraftvoll handelt - dafür, aufgrund mangelnder Verbindung, eine innere Leere verspürt.

3. Deine Kernaussage ist demnach, dass nur eine Mensch, mit einer Mischung aus beiden Anteilen, ein Leben führen kann, in dem er Autonomie, Frieden und Lebensfreude erlebt?

Ich hab deine Fragen mal Nummeriert:

1. Ich weis es nicht.

2. Möglicherweise

3. Nein, ich glaube die 3 Bedürfnisse kann man mit  :wolf0: oder  :g1:-Haltung erleben.
Ich frage mich jedoch in der Tat, ob die beiden Haltungen nicht auch Fusioniert werden können, oder sich gegenseitig ergänzen um einen "ganzeren" Menschen zu ergeben.

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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #52 am: 30. Mai 2015, 18:58:46 »


3. Nein, ich glaube die 3 Bedürfnisse kann man mit  :wolf0: oder  :g1:-Haltung erleben.
Ich frage mich jedoch in der Tat, ob die beiden Haltungen nicht auch Fusioniert werden können, oder sich gegenseitig ergänzen um einen "ganzeren" Menschen zu ergeben.

Ich verstehe Dich so, dass Du Dich fragst, ob ein Mensch erst dann ein 'ganzer' Mensch ist, wenn beide Grundhaltungen - die sich widersprechen - vereint sind.

Wie könnte das aussehen - magst Du das, anhand eines Beispiels, verdeutlichen?

« Letzte Änderung: 30. Mai 2015, 19:00:44 von Tany »
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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #53 am: 30. Mai 2015, 19:14:52 »
Ich frage mich das. Und ich habe die Intuition das es so sei. Den wer X Ausklammert, (Während X die Gewalt und das Urteil über andere wäre). Bedeutet das das X Unterdrückt wird, damit Unbewusst und auf andere Weise in Erscheinung treten könnte.

Wie eine  :g1: :wolf0: Fusion aussehen könnte (oder ob das überhaupt möglich und sinnvoll ist) weiß ich nicht. Ich bin Neugierig. Die Neugierde führte mich zur GfK. Und vielleicht darüber hinaus.


Offline Tany

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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #54 am: 30. Mai 2015, 20:54:55 »
Ich frage mich das. Und ich habe die Intuition das es so sei. Den wer X Ausklammert, (Während X die Gewalt und das Urteil über andere wäre). Bedeutet das das X Unterdrückt wird, damit Unbewusst und auf andere Weise in Erscheinung treten könnte.

Das ist mir zu abstrakt - mir fehlt da der praktische Bezug.

gfK ist mehr als die Summer seiner Einzelteile... ^^

Deine These ist: Wenn X -> Gewalt (meine Anmerkung: moralische Urteile sind ein Teil  dessen) ausgeklammert wird, bedeutet das, dass sie unterdrückt wird und unbewusst in anderen Bereichen in Erscheinung treten könnte.

Deine These impliziert, dass Du davon ausgehst, dass Gewalt etwas Eigenständiges ist - und nicht das Ergebnis von etwas, was dem vorangegangen ist.

1) Was meinst Du mit unbewusst?


2) Wie definierst Du Gewalt?

Wie eine  :g1: :wolf0: Fusion aussehen könnte (oder ob das überhaupt möglich und sinnvoll ist) weiß ich nicht. Ich bin Neugierig. Die Neugierde führte mich zur GfK. Und vielleicht darüber hinaus.


Kann es sein, dass Du Dir wünschst, dass eine Fusion möglich ist, weil Du Dich manchmal hilflos und ohnmächtig fühlst, wenn Du mit Menschen in Kontakt bist, die ihre Wölfe heulen lassen?

Bist Du im Zwiespalt, weil Dir ein wertschätzender Umgang wichtig ist - und Du gleichzeitig noch nicht die Mittel hast, die Giraffe schreien zu lassen?
« Letzte Änderung: 30. Mai 2015, 21:01:59 von Tany »
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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #55 am: 30. Mai 2015, 21:11:42 »

Kann es sein, dass Du Dir wünschst, dass eine Fusion möglich ist, weil Du Dich manchmal hilflos und ohnmächtig fühlst, wenn Du mit Menschen in Kontakt bist, die ihre Wölfe heulen lassen?

Bist Du im Zwiespalt, weil Dir ein wertschätzender Umgang wichtig ist - und Du gleichzeitig noch nicht die Mittel hast, die Giraffe schreien zu lassen?

Das mag ein Teilgrund sein. Authentisch sein ein anderer. Die Wolfswelt verändern zu können ein weiterer. Und jedoch auch das was ich sagte. Es heißt  :wolf0:-Sprache ist "liefealienating", künstlich, nicht unser wahre Natur. Vielleicht aber doch auch eine Option, ein Aspekt der Möglichkeit. Und auch mit Sinn in einigen Lebensbereichen.

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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #56 am: 30. Mai 2015, 22:33:15 »
Hallo Curious,

hast Du schon hierauf Antworten?

Deine These ist: Wenn X -> Gewalt (meine Anmerkung: moralische Urteile sind ein Teil  dessen) ausgeklammert wird, bedeutet das, dass sie unterdrückt wird und unbewusst in anderen Bereichen in Erscheinung treten könnte.

Deine These impliziert, dass Du davon ausgehst, dass Gewalt etwas Eigenständiges ist - und nicht das Ergebnis von etwas, was dem vorangegangen ist.



1) Was meinst Du mit unbewusst?


2) Wie definierst Du Gewalt?



Ich verabschiede mich für heute - Nachti, sweet dreams...
« Letzte Änderung: 30. Mai 2015, 22:36:14 von Tany »
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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #57 am: 31. Mai 2015, 12:34:09 »
1) Was meinst Du mit unbewusst?
Das entsprechende Impulse aus 2) nicht gelebt werden. Bzw. dieser Teil der menschlichen Möglichkeit verneint werden. Wobei es denke ich zu unterscheiden gilt ob etwas innerlich abgelehnt wird, oder gar nicht erst erzeugt wird.

2) Wie definierst Du Gewalt?
Hier nehme ich die GfK definition. Strafe, Moralische Urteile über andere, Lob, Kritik etc.

Ich denke wir sind sowohl Pflanzenfresser als auch Fleischfresser, können sowohl Kooperation als auch Gewalt und ich denke beides als Möglicherkeit zu haben ergibt ein ganzeres Potential das wir und andere Tiere haben.

Offline Tany

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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #58 am: 31. Mai 2015, 14:15:11 »
1) Was meinst Du mit unbewusst?
Das entsprechende Impulse aus 2) nicht gelebt werden. Bzw. dieser Teil der menschlichen Möglichkeit verneint werden. Wobei es denke ich zu unterscheiden gilt ob etwas innerlich abgelehnt wird, oder gar nicht erst erzeugt wird.



2) Wie definierst Du Gewalt?
Hier nehme ich die GfK definition. Strafe, Moralische Urteile über andere, Lob, Kritik etc.


Ok - fällt Dir jetzt n konkretes Beispiel ein, um das

[...] ich habe die Intuition das es so sei. Den wer X Ausklammert, (Während X die Gewalt und das Urteil über andere wäre). Bedeutet das das X Unterdrückt wird, damit Unbewusst und auf andere Weise in Erscheinung treten könnte.


unter Einbezug hiervon:

-
Zitat
Das entsprechende Impulse aus 2) nicht gelebt werden. Bzw. dieser Teil der menschlichen Möglichkeit verneint werden. Wobei es denke ich zu unterscheiden gilt ob etwas innerlich abgelehnt wird, oder gar nicht erst erzeugt wird.

-
Zitat
Hier nehme ich die GfK definition. Strafe, Moralische Urteile über andere, Lob, Kritik etc.

zu verdeutlichen?
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Dschalal ad-Din Rumi

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Re: Wie schützen sich Giraffen vor Wölfen?
« Antwort #59 am: 31. Mai 2015, 14:52:42 »


Zitat
Im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation sind wir – wie der Name es schon vermuten lässt – bestrebt auf Gewalt in der Kommunikation zu verzichten. Ein wesentlicher Bestandteil ist hierbei das Vermeiden verbaler Äußerungen, die eine Form von psychischer Gewalt auf unser Gegenüber ausübt. Es geht auch, aber weniger um das “Anschreien”, “Beschimpfen” oder “Beleidigen” unserer Kommunkationspartner und keinesfalls darum “nett” und “freundlich” zu kommunizieren.

In der Definition von Marshall B. Rosenberg, dem Gründer der Gewaltfreien Kommunikation, ist Gewalt ein Ausübung von Macht gegenüber anderen. Bei dieser Machtausübung werden die Bedürfnisse des einen mit wenig oder keiner Rücksicht auf den anderen durchgesetzt.

Diese Form der Macht findet sich beispielsweise bei Schuldzuweisungen und dem Erzeugen von Scham- und Pflichtgefühlen, aber auch beim Einsatz von Belohnung und Bestrafung.
[......]

Quelle: http://www.gewaltfrei-miteinander.de/gewaltfreie-kommunikation/gfk-einfuehrung/die-definition-von-gewalt/


Hierzu
Zitat
[...] ich habe die Intuition das es so sei. Den wer X Ausklammert, (Während X die Gewalt und das Urteil über andere wäre). Bedeutet das das X Unterdrückt wird, damit Unbewusst und auf andere Weise in Erscheinung treten könnte.

Denn, wer Gewalt (in all seinen Facetten) unterdrückt...,

Unterdrückung versus Transformation

In der gfK (siehe auch wie sie "entstanden" ist) geht es (so sehe ich es) nicht um Unterdrückung.

Es geht darum, sich bewusst zu werden, was - und weshalb, etwas gewaltvoll ist - bzw. so erlebt wird.

Und es geht darum, Wege zu finden, seine Bedürfnisse im Einklang mit seinen (keine Ausschließlichkeit) Mitmenschen im Einklang zu befriedigen.

Es ist vor allem wichtig, die Essenz zu erkennen - Form und Inhalt zu differenzieren - zu verstehen, dass es mehr als nur eine Perspektive gibt.

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Ist es Gewalt, wenn jemand zu mir sagt:

"Du dummes A********"

Ist es Gewalt, auch, wenn ich es nicht als gewaltvoll erlebe, da ich über ausreichend Selbstwertgefühl verfüge - und seinen Ausspruch als Ausdruck seiner Wut erkenne?

Anderes Beispiel:

F. sitzt in einem Bus; außer ihm sind noch 3 Fahrgäste im Bus - was bedeutet, dass die meisten Sitzplätze frei sind.

An der nächsten Bushaltestelle steigt E. ein - und ist im Begriff sich neben ihn zu setzen, dabei schnauft er und etwas Speichel fließt aus seinem Mund.

Ist es Gewalt, wenn F. zu G. sagt:

Wenn ich dich sehe (G. hat ne körperliche Behinderung - Spastik) > Beobachtung

fühle ich Ekel > Gefühl

weil mein Bedürfnis nach Ästhetik nicht befriedigt wird > Bedürfnis

würdest du dich bitte *nach vorne zeig* iwo dort hinsetzen? > Bitte

G. hört das - seiner Mimik ist zu entnehmen, dass er traurig ist.

Er denkt (ich bin traurig - mir fehlt es an Akzeptanz, Wertschätzung und Gemeinschaft) - weint und setzt sich weg...
« Letzte Änderung: 31. Mai 2015, 15:40:56 von Tany »
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