Autor Thema: Gedanken zu Interpretationen und Diagnosen  (Gelesen 6449 mal)

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Offline Fynn

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Gedanken zu Interpretationen und Diagnosen
« am: 20. September 2007, 07:24:43 »
Hallo !

Ich mag grad mal ein paar Gedanken aufschreiben, zu einem Zwist, den ich gerade mit einer anderen Forumsinhaberin habe/hatte...( nein, nicht die, an die mancher denken mag...)

Es geht um eine Frau, die sich aus einem rein spirituellem Forum,wie wir es z.B.ja hier nach meinem Empfinden auch haben, verabschiedet hat, um ein eigenes aufzumachen, wo, von der Thematik her, über alles mögliche geschrieben werden kann, allerdings auch über sehr spirituelle Themen teils, von den Räumen her. Es hieße, man könne auch eigene Vorschläge machen zur Gestaltung des Forums, da man sich ja wohl fühlen solle. Nun ja, ich habe dann ein, zwei Themen etwas kritisiert ( ich weiß, das sollen wir nicht, aber ich fühlte mich dazu aufgefordert und sehe nun wieder sehr deutlich das Ergebnis dessen..) , da ich davon das eine oder andere eher als *Kaffeeklatsch*,zu oberflächlich, aber teils auch unseriös empfunden habe. Bis auf Letzers habe ich das dann auch so geäußert, - in einer- für mich - doch auch freundlichen Weise. Darauf bekam ich dann übelste Beschimpfungen, Empörung zu hören, nein, einfach völliges Unverständnis. Das Ganze ging dann über mehrere Mails, in diesem Falle PN's, hin und her.

Ich muß jetzt mal dazu sagen, das es sich bei diesem Forum,wo sie vorher ausgeschieden war,um ein rein spirituelles handelte,das man - nicht nur meiner Auffasung nach - nicht auf Anraten einer einzelnen Person verlassen muß, da es sich um ein sehr demokratisches Forum handelt, so wie ich es verstehe...das mur mit der Mehrheit aller Stimmen verlassen MUSS.

Gestern abend habe ich es dann noch einmal versucht. Sie gefragt, was sie sich denn von mir wünscht. Und auch,was ich mir denn von ihr wünschen würde. Ein Totalflop !

Heute morgen hatte ich dann eine Mail, wo übelste Beleidigungen - meinem Empfinden nach - kamen. U.a.das ich ja eh nichts wesentliches zu sagen hätte, das es mir wohl, *Zitat, "nur darum ginge,in meine Beiträge möglichst viele smilies einzubauen."

Ich geb gern zu, das mir die smilies, meinem inneren Kind, guttun. Wenn das jemand als oberfächlich oder ähnlich einstuft, bewertet, dann sehe ich das nicht als mein Problem, wenn ich auch zugeben muß, das mich derartige Äußerungen sehr verletzen können. Und ich finde es schade, das eine Kommunikation anders anscheinend manchmal nicht möglich scheint. Ich,für mich,habe da das - leider ! - wieder einmal so erfahren.

Ich logg' mich eigentlich nie aus einem Forum aus, weil ich den Sinn nicht sehen kann,mich ständig ein und wieder auszuloggen. Somit - scheine ich- zumindest, immer eingeloggt zu sein. Nun,heute morgen habe ich mich zum Ersten mal ausgeloggt. Und fühle sowohl Unverständnis,als auch Ärger und Wut und möchte erstmal überhaupt nicht mehr reagieren oder schreiben dort. Schade,aber so fühle ich momentan und das will ich auch durchaus ernst nehmen.

Liebe Grüße, Rainer

Offline Fynn

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Gedanken zu Interpretationen und Diagnosen
« Antwort #1 am: 20. September 2007, 11:51:44 »
Diesen Beitrag habe ich aus einem anderen Forum rüberkopiert. Einzelne Dinge, Namen und auch den Namen des hier betreffenden Forums habe ich bewußt weggelassen,um niemanden in ein schlecht Licht zu rücken.


Hallo ihr alle !

möchte auch etwas im ganz Allgemeinen dazu beitragen... 

ich selbst habe es grad  kürzlich erlebt, in einem Forum ganz massiv angegriffen und beleidigt zu werden.
Dann habe ich erstmal das Gefühl, nein, das muß ich mir nicht antun, das brauche ich nicht, will es auch nicht.
Dann versuche ich noch ein, zweimal, eine Klärung ( in diesem Fall waren es einige ) und dann laß ich's halt
und sehe zu, das ich meine Konsequenzen für mich daraus ziehe...auch wenn's schade ist und es ja
auch etwas ungeklärtes ist, das dann zurückbleibt auf beiden Seiten, womit ich dann leben muß.

Andererseits weiß ich, habe ich gelernt,das jeder Angriff auch ein Hilferuf ist. Daran glaube ich fest und habe daran keinerlei Zweifel. 
Wenn ich dann also diesen Angriff als Hilferuf wahrnehme(n) ( kann), dann ist es an mir, wie ich damit umgehe. In diesem Fall
war's dann so, das ich das Gefühl bekam, nichts mehr klären zu können in dieser Art von Kommunikation, "Beziehung".
Ich habe dann das Handtuch geschmissen und bin - zumindest vorerst - auch nicht an weiterer Kommunikation interessiert
und habe mich daher auch erst einmal dort ausgeklinkt - obwohl ich es nach wie vor ein bißchen schade finde, es mich
traurig macht, aber auch wütend und ich mich verletzt fühle.

Mein letzter Versuch sollte gestern der sein, es mit der GFK zu versuchen, so wie ich sie verstanden habe. Und ich war -
meinem Empfinden nach - aller Meinungsverschiedenheiten zum Trotz, auch noch freundlich dabei. Ja, das denke ich.
Ich habe die Person gefragt, was sie sich von mir wünscht und das ich ihr sagen möchte, was ich mir von ihr wünsche.
Heute morgen kam dann die Antwort. Ein Desaster ! Nichts von dem, was ich geschrieben habe, war angekommen.
Es kam einfach nur Hohn und Spott, übelste Beleidigungen...und ich dachte nur - vergiß es !

Es bleibt ungeklärtes zurück, kein schönes Gefühl. Aber was soll ich machen, wenn ich sehe,
das beim anderen nichts ankommt, das alles nur verdreht und zerredet wird...?

Ich sehe aber auch meinen Anteil daran. Ich kann auch nicht sehen, was - außer mir - ich eigentlich verteidige.
Ich werfe dem anderen die Opferrolle zu, in der ich mich selbst auch empfinde. Und Opfer gibt es ja gar nicht.
Allerdings empfinde ich auch eine Kommunikation als beendet, sobald einer daraus aussteigt, - was ja in diesem Falle ich bin. Aber ich denke, ich muß mich damit auch gut fühlen können, und das tue ich.


Liebe Grüße, Fynn

Offline Claudia

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Gedanken zu Interpretationen und Diagnosen
« Antwort #2 am: 20. September 2007, 12:36:25 »
Hallo, Fynn,

für mich liest sich das so, als ob Du enttäuscht und verletzt bist. Stimmt das so?

Grüße

Claudia
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Offline Fynn

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Re: Gedanken zu Interpretationen und Diagnosen
« Antwort #3 am: 20. September 2007, 17:17:57 »
Hallo Claudia, ...

ja, das ist richtig, so habe ich es empfunden. Inzwischen ist es so, das ich Loslassen kann..in Frieden. Manchmal ist der Weg des einen eben nicht der des anderen. Mal geht man ein stückweit zusammen, mal geht man auseinander ; es ist eben eine Entwicklung, die da abläuft. Wenn auch,wie in diesem Falle, keine gemeinsame mehr,wie es aussieht. Es hat was mit Trennung zu tun, was eh ein Thema bei mir ist, das ich nicht unterschätze. Aber da ist eben auch wieder was,wo ich was lernen kann. Deshalb sollte ich eher dankbar sein, als wütend.

Aber so *perfekt*bin ich dann doch auch wieder (noch     ) nicht...

Es ist okay...

Fynn