Autor Thema: Wie bei uns Recht gesprochen wird  (Gelesen 34269 mal)

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Offline Tillmann

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #30 am: 05. Dezember 2009, 18:06:58 »
Da hab ich irgendwas mit dem Zitieren nicht richtig auf die Reihe bekommen....?
Lässt sich das im Nachhinein noch korrigieren?
T.

Offline Tilaka

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #31 am: 05. Dezember 2009, 18:12:19 »
Lässt sich das im Nachhinein noch korrigieren?

ja - gehe dazu oben (über deinem Beitrag) auf den Button *Ändern* oder lösche ihn ganz und leg nochmal neu los. Wenn du zitieren möchtest, wäre es gut wenn du innerhalb dessen, alles andere weg nimmst, dh. also nur DAS drinnen stehen lässt, worauf du dich beziehen möchtest.
 
Soweit alles klar?  
« Letzte Änderung: 05. Dezember 2009, 20:50:53 von Tilaka »
"It`s simple but not easy"

Offline Tilaka

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #32 am: 05. Dezember 2009, 19:44:11 »
 
ICH DARF NICHT URTEILEN, BEWERTEN und KRITISIEREN

Hallo Tillmann,
dieses ein-verstanden-sein setzt voraus, Gesagtes und Gehörtes sind EINS.  Ich bin ziemlich unsicher, ob wir das schon hinbekommen haben??? Grundsätzlich DARF jeder mE. erstmal alles tun oder lassen. Allerdings dann bitte nicht wundern, wenn es nicht ankommt. Doch *gewaltfrei* wirds für mich erst, wenn die Situation ohne Wertungen gesehen (beobachtet) und für wahr genommen wird, und der darauf folgende Gefühlsausdruck ohne Vorwurf rüberkommt.
 
Gegen eine Interpretation als freistehendes Angebot ist meinerseite nichts einzuwenden, wenn ich noch ausreichend Luft zum Atmen habe, also mit Aufmerksamkeit und Respekt auch weiterhin angehört werde. Auch in den Wissenschaften  spricht man von der sogen. Kritischen Würdigung. Sogesehen habe ich erstmal auch nichts gegen eine Analyse oder Diagnose etc.p.p.
 
Ein hochrichterliches und festgeschriebenes Urteil jedoch, und zwar ohne weitere Rechtsmittel einlegen zu können - sag ich jetzt mal etwas salopp, das ist eine Frage der Haltung - und nicht der verwendeten Worte. Zu einem gelungenen Dialog gehören immer zwei. Alles andere ist Monolog.
 
Also ich hoffe sehr, es gelingt uns gemeinsam - hier irgendwie oder anders,
vor einem Urteil (gem. Unschuldsvermutung) erstmal Freiräume zur Klärung zu schaffen.
« Letzte Änderung: 05. Dezember 2009, 23:52:36 von Tilaka »
"It`s simple but not easy"

Offline Claudia

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #33 am: 05. Dezember 2009, 23:23:18 »
Leute, wie gehts Euch hier im Thread? Ich hab heute meinen Sohn an meine Schwiegertochter übergeben  ;) und daher den Austausch in den letzten Tagen nicht wirklich verfolgt. Braucht jemand was von mir?


Gruß,

Claudia
Unsere neuen oder erneuerten Beziehungen sind durchweg in Augenhöhe

Offline Tilaka

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #34 am: 05. Dezember 2009, 23:48:44 »
Hallo Claudia,
beste Glückswünsche an deine "Kinder"  (unbekannter Weise) und danke der Nachfrage, also mir gehts soweit ganz gut. Ich hab das Gefühl, wir kommen uns hier grad etwas näher. Ich mag mich da irren, doch das ist zumindest meine Hoffnung. Na jedenfalls bin ich weitestgehend offen dafür. Alles hat irgendwie einen ganz eigenen Rhythmus (oder so) und braucht auch seine Zeit. Darfst gern dabei sein / bleiben oder auch einfach immer wieder mal reinschauen, bspw. zum Lüften (frischer Wind) usw...
 
LG St.
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Offline Tilaka

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #35 am: 06. Dezember 2009, 01:23:36 »
@Tillmann,
konnte mich irgendwie noch nicht so ganz lösen von hier und
bin jetzt nochmal dein Kritik-Bedarf (DÜRFEN) durchgegangen.  
Folgendes hab ich dazu gefunden:
 
Frage: Wie kann man am effektivsten eine Beziehung ruinieren?
Antwort: Indem man Bitten und Forderungen durcheinander bringt!
Und indem man seine Bedürfnisse in Form von Kritik ausdrückt.
 
Quelle: http://www.paarcoaching-frankfurt.de/gewaltfrei/interview.html
(Interview mit Rosenberg und Luczyn / Rust)
« Letzte Änderung: 13. März 2010, 14:39:45 von Tilaka »
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Offline Träumling

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #36 am: 06. Dezember 2009, 16:15:50 »
Ich möchte gern verstehen wo ihr zwei in eurem schriftlichen Kontakt gerade dran seid und werde aus dem was ich hier lese nicht ganz schlau! Durch Antworten auf die folgenden Fragen könnt ihr mir dabei vielleicht helfen:

1. Geht es allgemein darum ob Kritik gewaltfrei ist, ob sie falsch oder richtig ist, angebracht ist oder nicht, oder geht es momentan darum was Kritik ist und was nicht und wo Stellungnahme zu lebensfeindlicher Kritik wird?

2. Redet ihr momentan über diese in euren Beiträgen angeführten Formulierungen :
Tilaka: "Ich persönlich vermute sehr stark, dass Richterin und  Staatsanwalt als "Enkel-Kinder" einer faschistischen Vergangenheit aus "reiner" Angst, Scham und Schuld heraus handeln."
Tillmann: "Ich bin ängstlich, weil ich gerne als Mensch mit meinen Gefühlen und Bedürfnissen gesehen werden möchte und bei deiner Äußerung verschwindet fast sämtliche Hoffnung, dass dieses gewährleistet sein könnte."
Oder geht es um andere Aspekte?

3. Möchtet ihr Themenbezogenes einhaken von uns anderen? Ich meine dass auch das klären auf der menschlichen Ebene hier vorrang bekommen kann, dass aber das Thema als solches für mich auch interessant ist - für mich entsteht hier Gesprächsstoff wie: "Was macht eine Diagnose für mich aus und woran erkenne ich sie?" Eine Frage, die wie ich meine total viel Erkenntinisse bringen kann.

Grüße,
Teresa
Wenn etwas sich lohnt zu tun, dann lohnt es sich auch dann, wenn wir es nicht so gut können.
v.u.

Offline Tilaka

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #37 am: 06. Dezember 2009, 19:16:51 »
Hallo Teresa,
danke für deine Einbringungen. Ja - ich glaube, es geht um all-das, was du da aufgezeigt hast - und noch seeehr viel mehr. Ich bin unsicher, wenn es um das WIR geht. Mir ist auch nicht klar, wie hier bei so viel Unstimmigkeiten (was ist Kritik und was nicht?), dann erst Gefühle und Bedürfnisse plausibel gemacht werden könnten. Geschweige: wann ist eine Bitte keine Forderung usw...
 
Und ich weiß auch gar nicht, ob es vlt. besser wäre, einen eigenen Faden dafür aufzutun, da es eigentlich nur noch sehr wenig mit der von Claudia aufgeworfenen Frage zur deutschen Rechtssprechung zu tun hat. Ich möchte gern von
 
@Tillmann wissen:
wieviel Zeit kannst und möchtest du zur weiteren eigenen Klärung hier einbringen?
 
Ich selbst bin für alles offen, und nehme mir die Zeit. Mir ist es wichtig, daß wir das Mißverständnis klären und ausräumen, vollkommen egal erstmal, wie lange es dauert und wohin - und auch wie weit es mich / uns führt.
 
Teresa, hilf dir das weiter? Oder möchtest du vlt., daß ich zu den einzelnen Punkten noch etwas konkreter bzw. ausführlicher werde? Magst du mir aufzeigen, was du gelesen hast, von dem was ich schrieb?
 
Beste Grüße
St.
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2009, 19:24:27 von Tilaka »
"It`s simple but not easy"

Offline Tillmann

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #38 am: 06. Dezember 2009, 19:40:40 »
@Stevie

Zitat
konnte mich irgendwie noch nicht so ganz lösen von hier und
bin jetzt nochmal dein Kritik-Bedarf (DÜRFEN) durchgegangen. 
bin jetzt ziemlich verwirrt (Knoten im Kopf) und brauche Klarheit: Aus welchen Äußerungen entnimmst du, dass ich einen Kritik-Bedarf hätte? (Abgesehen davon, dass ich Kritik nicht als ein Bedürfnis identifizieren würde).
Mit meinem letzten Beitrag wollte ich dazu beitragen, ein von mir vermutetes Missverständnis in Bezug auf den Unterschied von "Ich fühle mich..., weil du getan hast" und "ich fühle mich..., weil ich brauche..." zu klären, weil mir wichtig ist, dass wir hier von den gleichen Grundannahmen ausgehen.

Ergänzen könnte ich noch die Bitte an dich, ob du es tatsächlich so gemeint hast, wie ich es verstanden habe. Vielleicht fehlte von mir tatsächlich eine konkrete Bitte, die ich hiermit nachhole:

Interessant für mich ist, was du von meinem Beitrag verstanden hast. Könntest du zu meiner Sicherheit noch einmal wiedergeben, was du von mir verstanden hast, bevor ich mich hier völlig abhänge? Ich brauche jetzt also einiges an Klarheit, über welches Thema wir hier überhaupt schreiben.
Ist es so, dass du von mir einiges an "Kritik und Belehrung",  bzgl. deiner Art und Weise, wie du hier im Forum schreibst,  gehört bzw. gelesen hast und du unzufrieden bist, weil du gerne mit deinem Anliegen gehört werden möchtest und Verständnis brauchst?

Tillmann

Offline Tillmann

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #39 am: 06. Dezember 2009, 20:01:38 »
Hallo Teresa,
mir geht es lediglich um das folgende Zitat von Stevie:

... also egal ob schwer oder leicht, wenn der oder die andere sich so&so fühlt, weil ich das&das sage, tue oder auch unterlasse, nun - dann ist das ein Urteil oder Kritik, die der Gewaltfreien Kommunikation im Wege steht, und gleichzeitig Stolperstein oder auch Sprungbrett sein kann.

Ich lese gern von dir und den anderen, wie du und sie dieses Zitat verstanden haben, weil ich da auch Unterstützung brauche, um Klarheit zu bekommen. Ich möchte auch gern sichergehen, dass ich hier im Forum mit dem gleichen oder ähnlichen Grundverständnis kommuniziere. Diese Sicherheit und Orientierung ist mir im Moment etwas verloren gegangen. Seufz....!

Tillmann


Offline Tilaka

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #40 am: 06. Dezember 2009, 20:39:05 »
Die Ansicht, dass Urteile und Kritik der GfK im Wege stehen würden und insofern
nicht in Ordnung wären, ein leider sehr weit verbreitetes Missverständnis in der
GfK-Szene (ICH DARF NICHT URTEILEN, BEWERTEN und KRITISIEREN)

 
Hallo Tillmann,
du darfst dir meiner ganzen Aufmerksamkeit hier gewiss sein. Rot ist allerdings eine ziemlich aggitierende Signal-Farbe, dies stellt sich für mich als unnötiger Verstärker dar. Also was meinst du, wäre es dir möglich, das zu lassen? Bevor nun wieder mit Interpretationen ganze Kindergruppen mit dem Bade ausgeschüttet werden ... Ich hätte gern etwas Luft zum Atmen, also vorher - vor einem Urteil, Kritik oder was auch immer, wärenddessen und auch danach noch.
 
Nun zu deiner Frage, das ist einfach und schnell erklärt.
Dürfen = Be-Darf, ein kleines Wortspiel zur Erheiterung & Freude - also für mehr Leichtigkeit und um dem Ernst-August etwas von der Schwere zu nehmen. Wenn du meinst, es zu BRAUCHEN, dass ich dir zugestehe, du DARFST kritisieren, dann war dies offensichtlich ein BEDARF deinerseits. Eigentlicher Bedarf war vmtl. wohl eher, keine "Verbote" zu hören, also dich meiner Bereitschaft zuversichern, dir im weiteren Gespräch die Autonomie zu zugestehen? --- Ursprünglich hatte ich den Kritik-"Bedarf" in solche Anführungszeichen gesetzt, doch wieder heraus genommen, weil diese ebenfalls als Verstärker fehlinterprtiert werden könnten. Ich räumte dir damit "unausgesprochen" ein, dass du es bei UNKLARHEIT hier nochmal thematisieren könntest, was du ja hiermit nun auch getan hast.
 
Die Grundannahmen unterstreiche ich. Damit sagst du allerdings das selbe, was ich ebenfalls auszudrücken versuchte. Nämlich dass ich mich nicht gut (wohl) oder schlecht (unwohl) fühlen kann, wenn der andere etwas tut oder unterlässt, sondern daraus nur ersehe, ob die Handlung meinen Bedarf deckt oder nicht. Sorry - also natürlich kann UND DARF ich mich so fühlen, weil usw. - doch die Verantwortung liegt nicht in dem Gesagten oder der Tat oder gar der Person, sondern ganz allein in und bei mir. Jegliche Kritik an einer Handlung, Tat oder Aussage hat in meinen Augen kommunikativ-zwischenmensch also keinen klärenden Nutzen.  (siehe auch Zitat Rosenberg-Interview) Was allein Kritisieren an-sich nun eigentlich ist und was nicht, haben wir mE. nun immernoch nicht so ganz geklärt. Doch vielleicht erklärst du dich mir einfach nochmal, was du unter Gewaltfreier Kritik verstehst? Und was nun eigentlich ganz genau (konkret) der weitverbreitete Irrtum in der GfK-Szene ist? Irgendetwas nicht zu dürfen? Oder dass Kritik in der Gewaltfreien Kommunikation kein Hindernis darstellt? Oder hat Rosenberg sich vlt. einfach nur geirrt? Vielleicht bedarf es an dieser Stelle auch mal eine Klärung was eigentlich "im Wege stehen" bedeutet? Und weshalb schrieb ich da eigentlich im selben Satz etwas vom Sprungbrett? Oder  interessiert dich das in diesem Zusammenhang gar nicht?
 
Tillmann, und bevor wir hier noch weiter vom eigentlichen Thema wegkommen, lass uns doch nochmal kurz zur Ausgangssituation zurückgehen. Ist dir erstmal insoweit ausreichend deutlich und klar geworden, dass ich mit dem von dir "kritisierten" Spruch meinerseits, nicht die Faschistische Vergangenheit der beiden Personen meinte, sondern unsere Deutsche Geschichte?
 
Wenn dem so ist, wüsste ich das gerne. Bitte sag mir das dann auch. Solange ich das nicht weiß, eiere ich hier unsicher weiter rum. Wenn dem jedoch nicht so ist, sag mir doch mal bitte, was genau du da gelesen und verstanden hast, ganz konkret und mit deinen eigenen Worten, und ganz schonungslos (undiplomatisch) echt!
 
Und wenn wir da schon sind, sag mir bitte noch, was du unter Schubladen verstehst.
Diese Kritik an meine Adresse hätte ich auch gern noch geklärt.  
 
Danke und Gruß
St.
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2009, 22:06:22 von Tilaka »
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Offline Tilaka

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #41 am: 07. Dezember 2009, 02:00:33 »
@Tillmann, zur Ergänzung und der Vollständigkeit halber:
mein letzter Beitrag war "nur" der erste Teil meiner Antworten auf deine ersten beiden Absätze.
Dies hier ist nun der zweite Teil und bezieht sich auf deinen dritten und letzten (4.) Absatz.
 
Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass du von mir verstanden werden möchtest...
Doch auch ich verstehe da in deinen Aussagen oft einiges nicht ganz. Was genau meinst du zB. mit "interessant" (?) denn du beschreibst darin für mich nicht klar nachvollziehbar ein ungewisses Interesse, und wünschst dennoch in Erfahrung bringen zu wollen, was ich von dir gehört habe? Offenbar hast du da bereits einen Eindruck davon, was ich gehört bzw. verstanden oder eben nicht verstanden habe? Und danach erst fragst oder bittest du mich dann, dir mitzuteilen: was ich tatsächlich verstanden hab?
 
Über diesen deinen Fragen/Antworten-Komplex bin nun selber jetzt wiedermal etwas irritiert und unsicher, und brauche dazu von dir etwas Klärung, Erläuterung, Übersetzung ... für meine Sicherheit, Klarheit, Hilfe und Unterstützung ... oder so ähnlich. Hast du nun bereits einen Eindruck davon? Oder nicht? Wie sieht es mit deiner Bereitschaft dafür aus, von mir zu hören? Also ganz konkret, was ist mit deinen Kapazitäten und Resourcen? Wie hoch ist deine Aufmerksamkeit bzw. Aufnahmefähigkeit? Wie offen bist du? Möchtest du auch MICH tatsächlich verstehen? Also mich-persönlich etwas näher und besser kennenlernen?
 
All-dies sind keine rhetorischen Fragen, sondern ehrlich gemeinte. Ich bin darin echt (!) unsicher. Ist es nun eine Bitte? Oder hängst du eine Erwartung - eine Forderung daran? Weil danach steht nämlich: "bevor ich mich hier völlig abhänge" - dieses "abhängen"  ??? was genau meint das? Es hört sich (für mich) ein wenig nach Druck an - ein Druck, den du vmtl. in dir selbst spürst (Fragezeichen) und an mich damit ab- bzw. weitergeben oder mir zumindest zeigen möchtest? Was sind da für Gefühle & Bedürfnisse hinter?
 
Abschließen tust du den Absatz mit einer weiteren Frage, die ich mE. ausreichend bereits Gestern beantwortet habe. (siehe @Tillmann - mein posting an Teresa) Und ich habe darin auch verschiedene Vorstellungen und Angebote gemacht. Hast du sie gelesen? Doch auch mich interessiert sehr, was du selbst dazu beitragen möchtest. Also: über welches Thema möchtest DU hier (oder gerne auch woanders) mit mir schreibend reden?
 
Auf deinen letzten Fragen-Komplex antworte ich nur schlich und ergreifend mit: JA!
Und verknüpfe dieses Ja wiederholend (***) mit meinen wie gesagt bereits gestellten Fragen,
also die letzten Fragen nochmal zuerst:
 
  • was verstehst du unter gewaltfreier Kritik?
  • Über welches Thema möchtest DU (mit mir) sprechen?
  • Wieviel Zeit & Kraft kannst / möchtest du zur weiteren eigenen Klärung hier einbringen?
  • Ist Leichtigkeit und Schwere sowas wie Richtig und Falsch?
  • Was verstehst du unter Schubladen?
  • ...

 
Und zur Ausgangssituation:
Was ist aus der vermischten Interpretation meines
vermeintlichen "Urteils" der angeblich "faschistischen Enkel" geworden?
 
In diesem Sinne auf bald
FG St.
 
------------------------------------------------------------------------------
Anmerkung zu (***):
auf Beachtung dringend, und dennoch auch bestätigend, ein NEIN zu akzepieren (!) und dies dann auch klar formuliert von dir zu hören und nicht vergessend, verdrängend, verschweigend oder ignorierend zu übergehen - Danke.  
« Letzte Änderung: 07. Dezember 2009, 02:11:58 von Tilaka »
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Offline Rübenigel

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #42 am: 07. Dezember 2009, 08:25:20 »
Hallo Teresa,
mir geht es lediglich um das folgende Zitat von Stevie:

... also egal ob schwer oder leicht, wenn der oder die andere sich so&so fühlt, weil ich das&das sage, tue oder auch unterlasse, nun - dann ist das ein Urteil oder Kritik, die der Gewaltfreien Kommunikation im Wege steht, und gleichzeitig Stolperstein oder auch Sprungbrett sein kann.

Ich lese gern von dir und den anderen, wie du und sie dieses Zitat verstanden haben, weil ich da auch Unterstützung brauche, um Klarheit zu bekommen. Ich möchte auch gern sichergehen, dass ich hier im Forum mit dem gleichen oder ähnlichen Grundverständnis kommuniziere. Diese Sicherheit und Orientierung ist mir im Moment etwas verloren gegangen. Seufz....!

Liebe Teresa,

erst einmal Danke dafür, dass Du Deine Klärungsfragen hier gestellt hast. Ich habe nämlich beim Lesen von Stevies Beiträgen gänzlich den Faden verloren und fühle mich nun erleichtert zu lesen, dass es Dir ähnlich ging. Mein Bedürfnis nach Gemeinschaft/Resonanz hat sich also durch Dein Nachfragen wunderbar erfüllt.

Lieber Tillmann,

ich mag mich gerne noch einmal mit dem Zitat auseinandersetzen. Ob es dann einen Unterstützung für Dich darstellt oder Klarheit bringt, magst Du entscheiden ... ich lege es einfach aufs Buffet. - Übrigens: Mir gefällt es, dass Du das Zitat rot markiert hast. Ich mag diese Farbe und solange sie nicht in Blockbuchstaben "geschrien" daher kommt finde ich sie zielführend zur Hervorhebung. Wenn Du lieber mit der Zitatfunktion arbeiten möchtest, um Stevies Irritationen zu vermeiden: Über dem "Antwortenfenster" hast Du eine Bedienleiste mit mehreren Buttons. In der mittleren siehst Du eine eckige Sprechblase. Wenn Du dort heraufklickst erscheint das Worte "quote" in eckigen Klammern und der Kursor steht genau dazwischen. Hier kannst Du das gewünschte Zitat dann einfügen. Du kannst natürlich auch direkt auf den zu zitierenden Eintrag gehen und den kleinen Button "Zitat" oben rechts benutzen. Dann erhältst Du den gesamten Beitrag und kannst das nicht Benötigte herauslöschen.

So. Das einfach als technische Unterstützung, falls Du sie haben magst.

Mein Rechner spinnt und ich habe beim Schreiben dieser Zeilen ein unangenehmes Gewackel auf dem Bildschirm, muss den Text nahezu blind schreiben. Ich mal mal ein neues Fenster auf ... *grummel*

Ich bin froh, dass alles so ist, wie es ist. Wenn ich nicht froh wäre, wäre es auch so!

Offline Träumling

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #43 am: 07. Dezember 2009, 08:44:01 »
Danke für eure Resonanz!
Ich hab leider jetzt nicht die Zeit die ich mir wünsche euch wiederum zu Antworten, möchte euch aber wissen lassen, das mir dies ein Bedürfnis ist und ich es wirklich nur wegen der Schule und den Prüfungen etwas hinauszögere! Ich brauche einen etwas klareren Kopf als ich das jetzt habe, wo mir ehrlich gesagt die Prüfungsangst ein bisschen die Kehle abdrückt!
Aber bald bin ich wieder voll und ganz da, so wie ich es auch möchte!

Liebe Grüße,
Teresa
Wenn etwas sich lohnt zu tun, dann lohnt es sich auch dann, wenn wir es nicht so gut können.
v.u.

Offline Rübenigel

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Re: Wie bei uns Recht gesprochen wird
« Antwort #44 am: 07. Dezember 2009, 08:51:52 »
Zitat
... also egal ob schwer oder leicht, wenn der oder die andere sich so&so fühlt, weil ich das&das sage, tue oder auch unterlasse, nun - dann ist das ein Urteil oder Kritik, die der Gewaltfreien Kommunikation im Wege steht, und gleichzeitig Stolperstein oder auch Sprungbrett sein kann.

Ehrlich gesagt, habe ich von diesem Satz auch nach mehrmaligem Lesen nichts verstanden ... nicht annähernd. Ich habe mich verwirrt gefühlt und bin ausgestiegen. Ich las Verallgemeinerungen (so&so, das&das) und Vages und hätte Klarheit und vielleicht ein konkretes Beispiel gebraucht, um zu wissen, worum es Stevie geht. Das konnte ich jedoch in dem Moment nicht formulieren, weil ich verärgert und genervt war. Meine Wölfe fletschten die Zähne und wollten, dass "ordentlich" und "klar", "für alle verständlich" geschrieben wird. Und mein Bedürfnis nach Klarheit, Verständnis, Kontakt ... und auch nach Wertschätzung und Respekt waren deutlich im Mangel. Ich habe gemerkt, dass das ein häufiger auftauchendes Thema bei mir ist, wenn ich Stevies Beiträge lese und es daher sinnvoll für mich ist, mich dann zurückzuziehen und aus der Diskussion zu nehmen ... den Kontakt zu suchen, wo er mir wohler tut.

Wenn ich dann diesen Abstand habe, kann ich wieder Stevies Wunsch nach Austausch und Kontakt, nach Lernen und Klarheit, nach Wachstum sehen ... Ich freue mich darüber, weiß aber inzwischen, dass mir persönlich dieser Kontakt einfach nicht gut tut. Da sind dann nämlich auch meine Wölfe unterwegs, die über mich selbst herfallen: "Warum machst Du Dir selber das Leben so schwer, indem Du immer wieder versuchst, seine Sätze zu verstehen? Ihr lebt sprachlich auf unterschiedlichen Planeten. Du verschwendest Deine Zeit und Energie!" - Wenn ich die Giraffenohren aufsetze höre ich: "Aaah ... Du hast ein Bedürfnis nach Leichtigkeit und findest es schwierig, Stevies Worte zu verstehen? Aber Du würdest es gerne? Weil es Dir wichtig ist, mit jedem Menschen, der sich zeigt eine Verbindung aufzubauen? Weil Du große Hoffnung hast, dass das mit allen Menschen ... besonders aber im GfK-Kontext möglich ist? Und Du bist enttäuscht, weil Du es hier einfach nicht schaffst? Weil Du Dir jetzt schon über eine langen Zeitraum immer wieder Mühe gegeben hast ... Zeit und Energie investiert hast ... und am Ende doch nichts dabei herauskommt, was Dich befriedigt und nährt? Und das hättest Du gerne? Nährende, bereichernde Beziehungen? Und Du fühlst Dich schwer, wenn Du merkst, dass Du investierst und statt MEHR Beziehung bekommst Du immer WENIGER Verbindung? Du bist frustriert darüber?" - Ja. So geht mir das. Diesen Sack Selbsteinfühlung braucht es, damit ich mich wieder leichter fühle. Damit ich mich auch wieder frei fühle ... frei, NICHT in die Diskussion einzusteigen, sondern einen für mich fruchtbareren Weg zu wählen. Frei, mir die Erlaubnis zu geben, meiner Krishnamurti-Giraffe keinen Zucker mehr zu geben ;-).

Tja ... nun habe ich zwar vielleicht keine Klarheit in  die inhaltliche Auseinandersetzung bringen können ... aber wenigstens das beigetragen, was ich tun kann, um Verbindung aufzubauen, indem ich mich zeige. - In meiner GfK-Ausbildung habe ich gelernt, zu vertrauen, dass auch wenn wir vermeintlich vom Thema abweichen und manchmal in ganz anderen Prozessen landen als wir vorgesehen haben, wir immer mit dem Leben segeln, mit dem, was im Moment lebendig ist. Und dass es dann auch nicht wirklich wichtig ist, wie lange es dauert. Manchmal haben wir den geplanten Lehrstoff für Stunden verlassen, und haben stattdessen "am Leben" gelernt. Mein Eindruck ist, dass das auch gerade hier passieren könnte: wir haben die Sach-Diskussions-Ebene verlassen und das Bedürfnis "Information" kommt vielleicht in den Mangel. Dafür stehen andere Bedürfnisse in der ersten Reihe, die nicht minder schön sind.Ich möchte darauf vertrauen, dass Claudia, wenn es ihr wichtig ist, selber hier den Finger hebt, wenn sie möchte, dass wir zum Ursprungsthema zurückkehren.
Ich bin froh, dass alles so ist, wie es ist. Wenn ich nicht froh wäre, wäre es auch so!